
Hallo zusammen,
Ende September habe ich nun mein letztes Downhill Rennen für diese Saison gefahren. Das Finale des iXS Cups wurde auf einem neuen Spot in Garmisch ausgetragen. Vorab gab es ja einige Wirren um die Location. Letzten Endes hat es aber dann doch in Garmisch geklappt und es war eine Hammer-Strecke. Speziell für das Rennen wurde ein Trail präpariert, der es in sich hatte. Logischerweise war der Boden noch nicht ausgefahren und heftig rutschig und schlammig. Kaum einer ist dort einen Lauf gefahren, ohne sich irgendwo abzulegen. Bei meinen Trainingsläufen war mir auch relativ schnell klar, dass nicht nur der Schlamm schuld war für meine Patzer, sondern dass ich einfach von der langen Saison ausgelaugt war. Körperlich war ich fit wie eine eins, aber der Kopf war wohl schon auf Saisonende programmiert. Aber es hat dennoch auf Platz 2 hinter Nick Beer gereicht.
Das darauf folgende Rennen war eine richtige Fun-Geschichte. Und das ganze dann nicht auf dem Bike, sondern bei einem Jedermann Straßenrennen in Weil der Stadt. Die Vereinigte Volksbank Charity wurde von der Radsportakademie organisiert und durchgeführt. „Jedermann trifft Profi“ war das Motto. Die 700 Hobbyfahrer wurden in einzelne Teams gelost, denen dann ein (Ex-) Radsportprofi vorstand. Mit dabei waren z.B. Jens Voigt, Andreas Klöden, Stefan Schumacher, Hanka Kupfernagel, Steffen Wesemann, aber auch erfolgreiche Leute aus der MTB Branche wie Mike Kluge oder Pia Sundstedt haben sich aufs Rennrad geschwungen. Für mich ist das Training mit dem Rennrad zwar schon fast alltäglich, aber ein 100 Kilometer Rennen mit ambitionierten Hobbyfahrern anzuführen war dann doch schon ganz schön anstrengend. Heinz hatte mich als Kapitän für das Team R+V ausgelost. Hat irre Laune gemacht. Da die ersten beiden 20 km Runden neutralisiert gefahren wurde, hatte man auch mal Zeit für den einen oder anderen Plausch mit den Teilnehmern oder z. B. mit Michael Rich, der ja aus meiner Gegend kommt. Das Wetter hat gepasst und Zuschauer waren zu Tausenden an der Straße. Da Jan Ullrich noch als Teilnehmer mitgefahren ist, wurde das ganze dann auch von einem entsprechend hohen Medienaufkommen begleitet. Der Erlös ging zugunsten einer Kinderhilfsorganisation. Und es waren mehrere zehntausend Euro, die dabei zusammengekommen sind. Ulle hat es in einem Interview ganz gut zusammengefasst: „ Bei schönem Wetter mit Gleichgesinnten Rad fahren und dabei noch Kindern helfen – was kann man besseres tun an einem 03. Oktober“.
Das war aber auch gleichzeitig mein letztes Rennen in diesem Jahr. Jetzt werde ich erst mal ein bisschen Urlaub machen, Klettern gehen, Motocross fahren oder einfach mal nur rumlümmeln – auf jeden Fall mal die nächsten zwei Wochen nicht aufs Rad steigen
Bis bald
Euer Marcus
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