
Hallo zusammen,
in den letzten zwei Wochen habe ich mein Race-Mobil ca. 5000 km quer durch Europa gescheucht. Und nach den beiden anstrengenden Wettkämpfen bin ich nun auch dementsprechend platt.
In der ersten Septemberwoche stand für mich mit der WM in Schottland natürlich das wichtigste Event in diesem Jahr auf dem Programm.
Fort William ist immer ein gigantisches Spektakel und eine klasse Rennstrecke. In diesem Jahr waren trotz des miserablen Wetters wohl um die 35.000 Zuschauer beim Downhill Event. Ihr könnt Euch vorstellen, was für eine Stimmung das entlang der Strecke war.
Für mich ging es bereits am Donnerstag los mit der Quali. Auf der Eurobike hatte ich mir leider eine Erkältung eingefangen, die sich bei dem schottischen Wettermix aus Sturm, Kälte, sintflutartige Regengüsse etc. hartnäckig hielt. Somit lief die Quali nicht ganz so prickelnd, wie ich es mir gewünscht hätte. Am Renntag selber gingen die ersten Teilnehmer noch bei windigem, aber trockenem Wetter an den Start. Kurz vor meinem Start hat es dann angefangen zu schütten. Die Strecke war zwar vom Untergrund her optimal präpariert und nicht ganz so schwer im technischen Bereich. Aber durch ein Problem mit meiner Brille bin ich die gesamte Strecke mit knapp 4 km mehr oder weniger im Nebel gefahren. Gleich zu Beginn bekam ich einen Wasserschwall hinter meine Abrissscheibe ab und die Sicht war z.T. gleich null. Dieses Handicap und die Erkältung lieferten dann letztendlich ein nicht unbedingt zufriedenstellendes Ergebnis.
Nach Schottland bin ich dann gleich Richtung Slowenien zum Weltcup gefahren. Bis zum Rennstart in Maribor hatte ich meine Erkältung ganz gut im Griff und ich bin richtig motiviert und gut trainiert angetreten. Wie sich in der Quali zeigte, war im vorderen Bereich wieder eine enorm hohe Leistungsdichte. Mit nur knapp 2 Sekunden weniger wäre ich schon unter den Top Ten gewesen. Aber ich wollte natürlich auch hier nicht schon mein Pulver in der Vorrunde verschießen. Beim Rennlauf hab ich mich dann buchstäblich selber abgeschossen. Gleich im oberen Teil bin ich ein kurzes Stück falsch gefahren. Da ich dadurch wieder berghoch an den regulären Streckenverlauf musste, hab ich viele wertvolle Sekunden verloren. Mir war klar, entweder ich heize jetzt mit Vollgas runter um überhaupt noch eine Chance zu haben, oder ich steige gleich aus. Aber aufgeben war nicht drin, also hab ich aufgedreht. Es lief dann auch richtig gut…..eigentlich. Bis ich mich dann im unteren Teil abgeschmissen hab und im Bereich des Sprunggelenks die Bänder ordentlich überdehnt habe. Der Zieleinlauf war dann noch mehr schlecht als recht – mein Ergebnis unter „ferner liefen“.
Weiter geht es jetzt bei mir am Wochenende mit einem Biketest zusammen mit dem Freeride Magazin im Northwave Bikepark Bad Wildbad. Das wird bestimmt spassig und ich freu mich drauf.
Bis bald
Euer Marcus
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